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Einkehrtage in Tours

Tours

18 Pilger aus St. Heinrich, St. Laurentius, St. Martinus und benachbarten Gemeinden machten sich gemeinsam auf den Weg nach Tours zum Heiligen Martin,um ihn in seinem Glaubensweg und in seinem Glaubenszeugnis näher kennen zu lernen. Sie sind in diesen Tagen zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen.

Martin ist nicht nur der römische Soldat, der dem Bettler vor dem Stadttor von Amiens seine Mantelhälfte gab. Das wurde uns auf unserer Spurensuche bewusst.

Wir starteten am frühen Morgen in der St. Martinus-Kirche mit dem Reisesegen und fuhren nach Tours, wo Martin als Bischof gelebt hat. Dort wohnten wir bei den Benediktinerinnen von Sacre Coeur de Montmartre, die uns mit großer Herzlichkeit aufnahmen. Besonders berührend waren die täglichen Gebete mit den Schwestern in der Kirche oder in der Krypta am Grab des heiligen Martin.

Jeden Morgen freuten wir uns miteinander auf unsere Spurensuche, und abends dankten wir für das Erlebte. Gemeinsam beteten, sangen, sprachen, hörten, schwiegen, wanderten, lachten und teilten wir.

Wir besuchten heilige Orte: die Basilika mit Krypta und Grab des heiligen Martin, die Kathedrale von Tours, die Kathedrale von Reims…

Wir machten

  • persönliche und gemeinsame Wegeerfahrungen beim Spaziergang zum Kloster Marmoutier, gegründet von Bischof Martin,
  • bei der Wanderung nach Candes, wo Martin am 8. November 397 n. Chr. starb, sprachen wir über unsere Glaubenswege, Heimat im Glauben, Brüche im Glauben, Sicherheiten, Zweifel und Fragen im Glauben heute. Dort feierten wir eine Messe in der Stiftskirche.

Wir fragten nach Leben und Glauben im Fluss und suchten Wegzeichen/-markierungen. Dazu gestalteten wir Glaubensfahnen.

Wir suchten nach Kreuzungen in Leben und Glauben, blickten beim Gang durch Tours auf die Wirklichkeit und fragten nach Verantwortung und der Bedeutung von Christsein heute. Auf unserer Spurensuche erfuhren wir, was Martin uns auch heute noch sagen kann. Er hat als Bruder geteilt, er hat sich den Herausforderungen seiner Zeit mutig gestellt, er hat Verantwortung übernommen, wo er gebraucht wurde, als Seelsorger und Bischof für seine Mitmenschen. Er war Brückenbauer. Sein Lebensweg und Glaubenszeugnis ist Vorbild und macht jedem einzelnen von uns Mut, sich den vielfältigen Herausforderungen in Gesellschaft und Glauben zu stellen, nicht aufzugeben und den in Tours gemeinsam begonnenen Weg in unserem Alltag fortzusetzen.

Auf dem Heimweg fuhren wir über Reims und besuchten dort die Kathedrale. Unsere Exerzitien endeten in der St. Martinus-Kirche in Richterich mit einem Abschlussgebet. Alle Teilnehmer haben zum Gelingen dieser Pilgertage beigetragen. Ein besonders großer und herzlicher Dank geht an unsere Gemeindereferentin Gerlinde Lohmann und Pastor Josef Voß.

Barbara Pichler